Mariechens Weihnacht (Forts.)

1224Über diese Reise, die der Alte nun antrat, gibt es gar nicht so sehr viel zu berichten.

Er kannte den Weg tatsächlich noch, immer Richtung Norden. Sein altes erfahrenes Gespür leitete ihn quer durch den großen Wald in die Richtung, in der die große Stadt lag und aus seinen Erinnerungen aus Kindertagen, kam ihm das Bild des Hauses in den Sinn. Das Haus in das ihn diese Kinder damals brachten. Der alte Eber wusste, dass sie nur mit ihm spielen wollten und nichts Böses im Sinn hatten. Er hatte auch bemerkt, dass besonders der jüngste Spross der Familie sehr an ihm hing und seine Nähe suchte und  auch er hatte den Kleinen wirklich gern gehabt. Doch der kleine Junge konnte ihn nicht vor diesem riesigen Hund, der damals noch dort wohnte, beschützen und für den kleinen Frischling, der er zu dieser Zeit war, endeten die Begegnungen mit diesem Hund meist sehr schmerzhaft. Außerdem vermisste e seine Mutter und den Wald damals sehr. weiterlesen …

Nur wenn man artig war

1223Der Saal sah wunderschön aus in seinem weihnachtlichen Schmuck, die jungen Leute, die dort zusammengekommen waren, hatten beste Laune. Alle waren in ausgelassener Stimmung, der Raum war erfüllt von fröhlichen Wortwechseln und Gelächter.

Nur Michael Wessler schaute missmutig hinüber zur anderen Seite des Tisches, an dem er Platz genommen hatte. Warum nur war er davon ausgegangen, dass diese Weihnachtsfeier anders sein würde als die früheren Klassenfeten? Nichts, rein gar nichts hatte sich geändert. weiterlesen …

Verflixte Weihnachtszeit #2

1222Die Weihnachtsvorbereitungen laufen auf Hochtouren. Es ist der alljährliche Stress. Trotz aller Routine rennen alle wie aufgescheuchte Hühner herum.

Der Weihnachtsmann und seine Helfer, die Weihnachtswichtel, wissen: Alles wird gut, alle Geschenke werden rechtzeitig eingepackt, alle Plätzchen werden gebacken sein, jedes kleine und große Kind erhält pünktlich seine Geschenke.

Da geschieht eine Katastrophe nach der anderen. Muss Weihnachten etwa ausfallen? weiterlesen …

Die Musik

1221Es ist Weihnachtsabend. In der Kathedrale hört man den Chor …

Ein riesiges Schloss. Das Licht brennt nur in einem Zimmer, es ist sehr belebt dort. Im Zimmer sind viele Menschen, die meisten davon Kinder, sie spielen unter dem Weihnachtsbaum. Besonders klar sehe ich ein fünfjähriges Mädchen mit blondem Haar – sie ist meine Nichte. Ich habe so ein Gefühl, das Zimmer kurz verlassen zu wollen. Ich stehe in der Mitte eines langen, dunklen Korridors, der zu einem Balkon führt. Durch den Vorhang tritt in den Korridor blasses Mondlicht. Langsam gehe ich Richtung Balkon, ich bin in einem langen, weißen, elfengleichen Kleid angezogen. Ich trete vor das Fenster und ziehe den Vorhang zur Seite. Oh mein Gott! Das ist ein Wunder! Draußen ist eine helle Nacht, es schneit ruhig. Ich trete auf den Balkon.  Es scheint, als ob die Schneeflocken wie Schlittenglöckchen klingen und ich höre göttliche Musik, nein, ich spüre sie, sie liegt in der Luft. Die Luft ist mit dieser Musik erfüllt. Ich drehe mich mit dem Rücken zum Mond und falle unten auf den sanften, flockigen Schnee. Ich liege auf dem Schnee. Ein heller, voller Sternenhimmel ist über mir, und die Schneeflocken streicheln mein Gesicht. Die Musik durchdringt mich und ich fühle mich wohl … weiterlesen …

Eine Blume im Himmel

1220Stella hat es nach Hampton-In-Arden verschlagen, ein Dorf in den Midlands, mitten in England. Auch diesmal hat sie im Village Pub „White Lion“ ein Zimmer gebucht. Sie liebt diesen Pub. Immer, wenn sie eine Geschäftsreise nach Birmingham unternimmt, ist genau das der Ort, wo sie nach einem anstrengenden Arbeitstag ihre Ruhe findet. Mit dem Taxi vom Airport ist er in exakt zehn Minuten zu erreichen. Vorausgesetzt, sie versäumt es nicht, dem Taxifahrer rechtzeitig den Schleichweg über die Shadowbrook Lane anzusagen. Wenn sie nach Birmingham fährt, wo die meisten Geschäftstreffen stattfinden, nimmt sie den Zug. weiterlesen …