Literatur und Musik

Ein Literaturfestival ist eine wunderbare Erfindung. Viele Autoren können sich und ihre Texte präsentieren, die Hörer haben die Wahl, welche Autoren, Texte, Genres sie bevorzugen. Man trifft viele Menschen, Bekannte – man herzt sich – und Unbekannte, noch Unbekannte. weiter …

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Ein Tag @home

Wenn Bettina den Schulbus betrat, drehten sich alle nach ihr um. Wir nannten sie Bina, diese Abkürzung passte auch viel besser zu ihr, als Bet-tina. Sie war damals schon ein Feger, wenn ich das mal rückblickend betrachte. Ihr Haar wurschtelte sie immer irgendwie zusammen, so dass ihr ein paar blonde Strähnen locker ins Gesicht fielen. Manchmal verfingen sie sich in ihren Lippen, und dann blies sie sie mit einem kräftigen pfhhh… wieder davon. Nicht selten kam es vor, dass ihr die Jungs hinterher geierten, wenn sie sich in ihren hautengen Röhrenjeans durch den Schulbus schlängelte, die sie während des Unterrichts mit Kugelschreiber, meist vor lauter Langeweile, von oben bis unten mit witzigen Sprüchen, Herzchen oder Küsschen bekritzelte. Wir waren Freundinnen. Jeden Tag fuhren wir zusammen in die Realschule, damals ging Bina in die fünfte Klasse und ich in die sechste. Manchmal hat es auch geknallt zwischen uns, doch wir waren meist schnell wieder versöhnt und hielten auch in schwierigen Zeiten zusammen wie Pech und Schwefel. Bina ließ sich nichts gefallen und konterte schlagfertig ohne Umschweife, wobei sie nicht selten eine ziemlich ordinäre Ausdrucksweise hatte. Sätze wie „Fick dich ins Knie“ oder „Kraul dir doch die Eier, Sweetie“ waren bei ihr an der Tagesordnung. Meine Eltern waren von meiner Freundin nicht gerade begeistert, sie passte nicht in ihr christliches Weltbild. Irgendwie war Bina immer so ein bisschen wie das „Tor der Welt“ für mich. Noch heute ertappe ich mich dabei, dass mir ein Schmunzeln übers Gesicht huscht, wenn ich an sie denke. Sie war so total anders als ich. weiter …

Jackpot

Autoren ausfragen und/oder Urlaubsgeschichten schreiben

 

Jackpot

Jackpot

Am Freitagabend gab es spannende Gespräche im Café Jasmin. Zahlreiche Schreibende der ARS-Autorengruppe hatten sich trotz widriger Verkehrs-Umstände zum Jackpot-Kreativtag in Frankfurt-Fechenheim  eingefunden, um sich den Fragen neugieriger Leser zu stellen. Beim anschließenden Urlaubsgeschichten-Schreibkurs rauchten die Köpfe, es wurde viel gelacht und am Ende entstanden fünf Urlaubsgeschichten, die um verlorene pinke Flipflops, eine nie beendete Postkarte, zusammengekrachte Liegestühle, eine große raue Pferdezunge und ausgekotzte Regenbogen kreisten. Danke an alle Autoren und Kreative fürs Kommen!

Eine Initiative für ‪‎Kultur-& ‎Kreativwirtschaft der ‎Bundesregierung, ‪Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft des ‪‎Bundes, gefördert durch das ‪‎Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Frau ‪‎Staatssekretärin ‪‎Brigitte ‪‎Zypries

 

Der Meermoment

Nasse Füße - ganz schön uselig

Nasse Füße – ganz schön uselig

Los geht es mit den Füßen, aber an ihnen spüre ich die Kälte nicht so sehr. Wenn die Waden dran sind, wird es erstmals ein bisschen unangenehm. Aber ich schreite mutig voran. Uahhhh, am Bauch ist es jetzt aber ganz schön uselig. Jetzt kommt der Nacken. Igittigitt ist das kalt und nass. Dann ist es so weit: Ich tauche den Kopf unter Wasser … und da ist der Moment. Nun blicke ich mich um. Das Wasser perlt von meinen Haaren, die Sonne scheint auf meinen Kopf und ich kann den salzigen Meeresduft riechen. Hinter mir liegt ein herrlich weißer Sandstrand, auf dem einzelne Handtücher ausgebreitet sind, die Palmen wedeln im Wind und schlagartig wird mir bewusst: Ich habe Urlaub. Ich bin wirklich hier, auf dieser Insel und vor mir liegen herrliche Wochen voller Auszeit, Eis und unendlich viel Zeit. weiter …