Wenn ich …

… nach meinem Lieblingsbuch gefragt werde,

dann geht es mir wie den meisten von uns: wir werden nach unserer Lieblingsfarbe, nach unserer Lieblingsmusik oder Lieblingsbuch gefragt und wir antworten: „Hm…ja, da gibt es mehrere. Ich weiß gar nicht so recht..lass mich mal nachdenken.“

Dennoch – der Klassiker „Der Besuch der alten Dame“ von Dürrenmatt und „Der Shogun“ von James Clavell, sowie „Exodus“ von Leon Uris … gehören definitiv zu meinen Lieblingsbüchern.

Meine Güte! -alle Bücher habe ich schon vor fast 30 Jahren gelesen… und ich finde sie immer noch toll!

Der „Besuch der alten Dame“ passt heute mehr denn je in unsere Zeit, handelt es doch von unserer nie endenden Gier nach Wohlstand und Reichtum …

Claire – ehemals Klara, entehrt, wehrlos und verstoßen – kehrt nach 45 Jahren in ihre Heimat zurück. Doch jetzt, reich und angesehen, bringt sie die Dorfbewohner – nur mit der Aussicht auf baldigen Reichtum – dazu, ihre komplette Moral völlig über Bord zu werfen … sie rechtfertigen dafür sogar einen Mord, an dem dann keiner Schuld ist – genial!

Beim „Shogun“ beeindruckt mich die eigentliche Geschichte schon sehr, aber noch viel faszinierender finde ich die Möglichkeit, durch eine Story zu führen, in der die Hauptfiguren bis zur Hälfte des Buches gar nicht miteinander reden können – weil sie ganz einfach verschiedene Sprachen sprechen!

Der englische Seefahrer, John Blackthorne – der mit seiner Mannschaft im 17.Jahrhundert in Japan strandet – wird in seltsame Machtkämpfe japanischer Fürsten verwickelt und lernt dabei dennoch seine große Liebe kennen. Wie Mariko, die sich erst einmal fürchterlich vor ihm ekelt (früher wurde doch nicht gebadet!) dann doch alle Brücken schlägt und der Leser gemeinsam mit Blackthorne japanische Traditionen und Rituale, die teilweise heute noch gültig sind, lernt … klasse geschrieben!

Leon Uris aber hat mich mit seinem sehr spannenden Roman „Exodus“ an die Anfänge des Jüdischen Staates Israel gebracht.

Ich wusste damals nicht, was es mit der jüdischen Geschichte auf sich hatte und ehrlich gesagt, war mir der Unterricht in der Schule, was Geschichte und Religion (und Mathe und Physik …) anging, echt zu langweilig. Trotzdem begann ich irgendwann, mich dafür zu interessieren, aber Google und Co gab es damals noch nicht – nur diese langweiligen Geschichtsbücher.

Ich wollte die Zusammenhänge gerne verstehen: Was war Israel vorher? Was hatten die Engländer dort so lange zu schaffen? Wer sind die Palästinenser? Was ist die Hagana und was ist der Mossad? Und wie waren die Anfänge von Israel überhaupt?

Das einzige was ich verstand, war, dass die Juden einen Platz haben wollten, an dem sie leben können. Aber ich begriff nicht, warum das so schwierig war … ist.

Das alles interessierte mich, aber wie gesagt – Geschichtsbücher waren nicht gerade so meins …

Mein Vater empfahl mir das Buch „Exodus“ und als ich zu lesen begann, fesselte mich die Geschichte um Ari Ben Kanaan, Kitty, Karen und Dov von Anfang an. Und sie tut es heute noch.

Für mich ein tolles Buch, das mir mit fundierten Fakten, verwoben in eine packendende mitreißende Geschichte, den Beginn des israelischen Staates verständlich gemacht hat.

Die Einblicke in die Vergangenheit, die Leon Uris z.B. durch Dov`s Flucht aus dem Warschauer Ghetto gibt, sind beeindruckend dargestellt und die Geschichte zwischen Arabern und Juden, die nicht immer so blutig war, ließen mich damals auch endlich mal die Nachrichten um Israel verstehen 🙂

Ein Schiff mit Namen „Exodus“ und Kurs auf Israel gab es übrigens damals tatsächlich …

Liebe Grüße

Sabine Marthiensen – sunnysmile.cool

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