Ein Stapel Lesestoff und meine Lieblingsbücher

Meine Lieblingsbücher

Meine Lieblingsbücher

Ich gehöre zu den Nachtlesern und demzufolge stapeln sich neben meinem Bett meist mehrere Exemplare des schlafraubenden Stoffes. Inzwischen ist er 30 cm hoch und ich muss mich ranhalten, damit er endlich etwas schmilzt. Zu dem Stapel gehören zunächst einmal Bücher, mit denen ich mein Fachwissen versuche aufzupeppen, wie zum Beispiel „Gewaltfreie Kommunikation – Eine Sprache des Lebens“ von Marshall B. Rosenberg, „Die Macht der Emotionen – und wie sie unseren Alltag bestimmen“, „Der ganz normale Wahnsinn – Vom Umgang mit schwierigen Menschen“, beide von Francois Lelord und Christophe André. Das sind die beiden Autoren, die auch den Bestseller „Hectors Reise“ geschrieben haben. Danach ist man ganz bestimmt glücklich, so versprechen es die Klappentexte. Ich werde schlafen wie ein Gott! Auch das Buch über „Byron Katies – The Work“ von Moritz Boerner liegt dabei. In diesem Buch wird das Wissen über eine bestimmte Fragetechnik im Umgang mit schwierigen Lebenssituationen vermittelt.

Auf dem Stapel folgen „Engel begleiten uns – Erzengel und Erdenengel sind an unserer Seite“, ein Buch, das mir eine Freundin zum Geburtstag geschenkt hat. Es ist ein einführendes Handbuch über die geistigen Helfer im spirituellen und stofflichen Bereich. Spiritualität hat ja so ein bisschen ein Geschmäckle, aber ich finde, jeder Mensch darf und sollte Spiritualität ruhig einmal in sein Leben lassen. Schaden tut’s jedenfalls nicht.

Ja, und dann schlummert da noch ein Schmökerlein, in dem ich immer dann ein paar Seiten lese, wenn mich wieder mal die Reisesehnsucht packt: „Das große Los“. Meike Winnemuth hat es geschrieben, nachdem sie bei Günther Jauch eine halbe Million gewann und einfach losfuhr, ein Spiegel Bestseller! Tel Aviv zum Beispiel, da will ich unbedingt einmal hin! Fehlt halt nur noch die halbe Million, aber ich arbeite hart daran und irgendwann …

Es folgen Bücher wie „Die zehn Gebote des Schreibens – der kürzeste Weg in den Schriftstellerhimmel“, erfolgreiche Autoren lassen sich über die Schulter blicken.

„Werde kein Routinier. Höre nicht auf zu lernen, sei nie zufrieden mit dir. Manche Autoren schreiben ihre bestenTexte erst mit achtzig Jahren.“

So empfiehlt es Harald Martenstein. Er hat so Sachen geschrieben wie „Wachsen Ananas auf Bäumen?“ oder „Freut euch, Bernhard kommt bald“. Na, dieser Martenstein muss es ja wissen. Bis achtzig habe ich ja noch jede Menge schriftstellerisches Entfaltungspotenzial.
I do my very best!

Ebenso liegt ein „schmutziges“ Buch auf meinem Nachttisch, „Aurelia – Nymphe der Lust“. Hei, da geht es hoch her. Ich habe es von meiner Autorenkollegin Maria Bertani auf einer unserer ARS Lesungen erstanden und sie hat mir ein sehr nettes Autorenautogramm hineingeschrieben: „… sinnlich süße Lesestunden …“ wünscht sie mir. Na dann, nix wie los Frau von Schleyen. „Lieblich bis zartbitter“, das Werk meines ARS Autorenkollegen Rainer Franke liegt direkt obendrauf, auf der Aurelia! Ob das was zu bedeuten hat? Es beinhaltet sieben Kurzgeschichten von der Liebeserklärung bis zum Liebeskummer und sie spielen in Frankfurt am Main. Rainer Franke wünscht mir „Viel Spaß beim Lesen!“. Danke Rainer, den habe ich.

Rügen - Kreidefelsen

Rügen – Kreidefelsen

Nun komme ich endlich zu meinem Lieblingsbuch. Ich nenne einmal drei von mehreren Lieblingsbüchern. Eines davon ist „Elizabeth auf Rügen“ von Elizabeth von Arnim. Sie lebte von 1866 bis 1941 und hieß eigentlich Mary Annette Beauchamp bis sie den preußischen Grafen von Arnim ehelichte. Sie war Engländerin und vielleicht macht gerade diese Tatsache sie so interessant für mich, denn ich selbst liebe England über alles und bereise dieses Land sehr gerne, das mir bereits so viele Inspirationen lieferte. “Elizabeth auf Rügen“ habe ich bereits vor einigen Jahren gelesen und ich habe während meiner eigenen Reise auf der Insel Rügen viele Dinge genauso vorgefunden, wie sie es bereits um 1900 in ihrem Werk beschreibt. Selbst die alte Fähre von Stahlbrode nach Rügen gibt es noch und die ist wirklich „very romantic“. Mir gefällt ihre Sprache:

„Zwei Stunden lang wanderten wir oder saßen unter Buchen, manchmal auf dem grasigen Rand der Klippen angelehnt, den Blick über das leuchtendblaue Wasser mit den leuchtendgrünen Untiefen gerichtet, oder wir lagen im Gras und beobachteten die Schönwetter-Wölkchen, die über den glänzenden Buchenwipfeln dahinschwebten.“

Hach! Ich schwebe schon wieder selbst auf himmelblauen Rügenwolken und würde am liebsten gleich losfahren.

Packwood Garden – England – Midlands - Karl Förster Senkgarten

Packwood Garden – England – Midlands – Karl Förster Senkgarten

Karl Förster (Deutschlands berühmtester Staudengärtner, behaupte ich einmal), seine Bücher und seine Gartenkunst liebe ich über alles. Seine Sprache hat etwas, dem ich einfach nicht widerstehen kann. 1903 gründete er die erste Staudengärtnerei in Berlin und seine Nachkommen führen heute noch in Berlin-Bornim/Potsdam genau diese Gärtnerei mit großer Hingabe weiter. Leider habe ich diesen Ort noch nie gesehen. Dafür hatte ich jedoch einmal das Glück, in einem Karl-Förster-Senkgarten, in Packwood House/England, auf einer Bank zu sitzen und konnte erfahren, wie sich dieses Naturerlebnis anfühlt. Es war wunderbar und ich erinnere mich sehr gerne daran. Förster hat für meinen Geschmack sehr lustige Wortumschreibungen, wie: Himmelsbläue, goldweiße Haufenwolken oder ein goldbegrenzter Morgen u.v.m.. Mit Sätzen wie: „Sternblinzelnd eilt die kurze Juninacht dem Morgen zu“, ist es um mich geschehen und ich mache „Ferien vom Ach“.

Und mein drittes Buch heißt: „Zwei alte Frauen“ von Velma Wallis. Ein wunderbares Buch über die heilsame Kraft der Freundschaft. Eine Geschichte für jene Stunden im Winter, in denen man sich ins Warme kuschelt, während draußen der Wind an den Bäumen zaust, der Regen an die Fenster prasselt oder der Schnee seinen Teppich der Stille ausbreitet. Diese Legende handelt von zwei alten Frauen aus dem Nomadenstamm der Athabasken in Alaska. Sie geraten in eine Hungersnot und werden vom Häuptling aus dem Stamm ausgeschlossen, damit der Rest eine Chance hat zu überleben. Was diese zwei Frauen erleben ist einfach überwältigend für mich und trifft den Kern der heutigen Zeit genauso, wie damals in Alaska.

Herzliche Grüße allen Leserinnen und Lesern

eure Franziska von Schleyen

Mehr über die Autorin Franziska von Schleyen unter: http://franziska-von-schleyen.de/

Advertisements

Ein Gedanke zu “Ein Stapel Lesestoff und meine Lieblingsbücher

  1. „Zwei alte Frauen“ werde ich jetzt bestimmt auch mal lesen und „Lieblich bis Zartbitter“ werde ich mir auch zu Gemüte führen. Danke für die Tipps 😃

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s