Kreativ in der S-Bahn

S-Bahn

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Mein kreativster Arbeitsplatz ist die S-Bahn. Nach einem anstrengenden Tag im Büro, packe ich mein Schreibheft aus, …

„Ist der A-P-P denn nicht erreichbar?“

… zücke meinen Lieblingskugelschreiber und lasse meiner Kreativität …

„Sollten sie aber. Immerhin bezahlen wir sie für den SLA!“

… meiner Kreativität freien Lauf.

„Sind Sie auch Mitglied im LBB?“

Die meisten Kapitel …

„Im LBB und im HPBB.“

… Kapitel meines Romans Punkfurt …

„Hast du schon in Paderborn angerufen?“

… meines Romans Punkfurt …

„Dann solltest du Alan Duncan in London anrufen.“

entstanden in der S-Bahn.

„Ja! Duncan! Alan!“

Die Zeilen strömten …

„Dann kennen Sie bestimmt den Herrn Hinterhuber.“

… strömten nur so …

„Duncan! D! U! N! C! A! N!“

… strömten nur so aus mir heraus.

„Herr Hinterhuber. Der hat Textilwissen!“

Zu Hause gab ich meine Texte in den Laptop ein, wobei ich …

„Er soll den FI-Proxy neu durchstarten. Nein. Wir haben ja den Load-Balancer. Da kann nichts passieren.“

… wobei ich sie zugleich überarbeitete.

„Der hat Textilwissen!“

Heute schreibe ich eher selten in der S-Bahn.

„Sie müssen aber auf jeden Fall das Blacklisting abstellen. Ja! Das Blacklisting! Für die Applikationen!“

Ich schätze, das hängt mit der Einführung der neuen …

„Und Frau Hofmann. Die hat Textilwissen.“

… mit der Einführung der neuen S-Bahnen zusammen, in denen man …

„Das lässt sich über die Config abschalten. Alan weiß, wie das geht.“

… in denen man sehr eng zusammensitzt. Vielleicht bin ich aber auch auf meine alten Tage einfach empfindlicher gegen Lärm geworden.

„Beide haben ein enormes Textilwissen!“

Es fällt mir immer schwerer, mich auf meine Texte …

„Ja. Über die Config. Aber jeden Server einzeln. Wir haben ja den Load-Balancer.“

… auf meine Texte …

„Den Load-Balancer definitiv nicht ausschalten. Alan weiß das.“

… auf meine Texte zu konzentrieren. Oft ende ich …

„Die haben Textilwissen!“

… ende ich in einer anderen Geschichte als der, mit der ich begonnen …

„Aber sieh zu, dass Alan das selbst macht. Die Inder sind noch nicht eingearbeitet.“

Bruce strich über Susans schneeweiße Brüste. Dann fuhr er mit der Hand ihren Rücken entlang …

„Das Blacklisting danach aber unbedingt wieder einschalten! Sonst sind wir offen für DDoS-Attacken!“

Huch! Ich wollte doch über meinen Kreativarbeitsplatz …

„Herr Hinterhuber und Frau Hofmann. Ein unglaubliches Textilwissen!“

Bruce Hinterhuber strich über Frau Hofmanns unglaublich weiße Brüste …

„Fahrscheinkontrolle!“

Die Fahrscheinkontrolleurin verlor die Kontrolle und begann unter Bruce Händen zu …

„Ihren Fahrschein, bitte.“

Ich mache besser nach der Tagesschau weiter.

 

[Robert Maier, im Mai 2015]

Foto: Robert Maier

 

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3 Gedanken zu “Kreativ in der S-Bahn

  1. Hallo Robert,

    Dein Beitrag gefällt mir! Er hat mir ein ehrliches Grinsen auf das Gesicht gezaubert und ich frage mich, wie kommst Du von Alan zu Bruce. Und wer ist dieser Alan? Sollte ich den vielleicht als Kaufberater anheueren, ich meine, der hat ein unblaubliches Textilwissen. Sehr schön!

    Liebe Grüße, Nina

    Gefällt mir

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