Orangebeach-Boy

Ich schreibe am liebsten draußen im Freien in möglichst engem Kontakt zur Natur. Dies inspiriert mich, macht mich lebendig, kreativ, frei. Dies gilt auch für das Schreiben an meinem Sachbuch „Über die Kunst der Vereinfachung“, an dem ich gerade schreibe. Aber noch viel mehr für mein Prosa Buch „Im Fluss des augenblicklichen Seins – Bereit zum Aufbruch?“, welches ich von Mai bis Oktober letzten Jahres geschrieben habe (Texte aus diesem Buch lese ich am 22.05.15 im Café Jasmin-Lounge in Fechenheim). Die Texte dieses Buches habe ich vollkommen aus dem Bauch also aus der Intuition heraus geschrieben, tatsächlich wie der Titel es sagt „Im Fluss des augenblicklichen Seins“. Diese Art zu schreiben habe ich erst im Mai letzten Jahres entdeckt und zwar im Orange Beach in Frankfurt am Main.

Und sie klappt auch wirklich nur draußen. Einige dieser Texte habe ich in Sardinien am Meer geschrieben oder am Tor zur Rhön in Hünfeld. Die meisten der Texte dieses Buches sind aber tatsächlich im Orange Beach in Frankfurt aus mir „herausgeflossen“. 2015 war dieser Platz, der Orange Beach also eindeutig mein Lieblingsplatz zum Schreiben. Warum genau hier, wo doch Frankfurt als Stadt noch ganz nah und präsent ist und alle paar Minuten Personen- und Güterzüge mit lautem Geräusch über die beiden Brücken über den Orange Beach hinwegratern? Warum genau hier, wo zwar auch Natur präsent ist, aber doch in recht „durchwachsener“ Form? Diese Frage habe ich mir öfters gestellt. Ein Grund für meine Sympathie für diesen Platz ist sicherlich der angrenzende Main – ich liebe Wasser. Außerdem stehen die Bänke und Sonnenstühle des Orange Beach auf echtem feinem Sand. Das erinnert mich an Strand und Meer. Oh wie schön! Aber ich glaube, dass der wichtigste Grund für die Anziehung dieses Platzes auf mich die viele Bewegung ist, die hier stattfindet. Der Orange Beach ist ein Knotenpunkt unterschiedlichster Art von Bewegung: der Main fließt flussabwärts Richtung Rhein, die Schiffe fahren ob klein oder groß in steter Abfolge auf ihm an dem Orange Beach vorbei, über dem Orange Beach sind Personen- und Güterzüge in fortlaufender Bewegung Richtung Norden und Süden. Ein rege befahrener Fahrradweg quert unmittelbar das Gelände des Orange Beach und auf der gegenüberliegenden Flussseite fahren Autos auf dem Theodor-Stern Kai flussauf- und flussabwärts. Bewegung ist ein Ausdruck von im Fluss sein und Lebendigkeit für mich, Weiterentwicklung und Wachstum. Ich kann es natürlich nicht beweisen aber mein Gefühl sagt mir, dass genau diese Bewegung unterschiedlichster Art mich immer wieder an diesen Platz zieht insbesondere auch zum Schreiben, weil dieser Platz mich bewegt.

 

[Bernd Hohmann, im Mai 2015]

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